Referenzen

Auf dieser Seite kommen unsere ehemaligen StipendiatInnen zu Wort. Im Nachfolgenden finden Sie Auszüge aus Abschlussberichten zu unterschiedlichen Förderlinen:

 

Förderlinie Studienaufenthalte

Aus dem Abschlussbericht einer Studentin aus Bosnien-Herzegowina aus dem Jahr 2016

"Ohne meinen Forschungsaufenthalt in Würzburg konnte ich meine Masterarbeit im Bereich der Koloniallinguistik gar nicht schreiben, weil die Bibliotheken an meiner Heimatuniversität leider keine aktuelle linguistische, bzw. germanistische Literatur besitzen. Außerdem beschäftigt sich niemand von den Professoren an der Abteilung für Germanistik an meiner Heimatuniversität mit diesem Bereich der Linguistik […].

Außerdem werde ich den Blick auf die Stadt von der Festung in Erinnerung behalten, weil Würzburg wunderschön ist. Durch sechsmonatigen Aufenthalt in Würzburg hat sich meine Sprachkompetenz verbessert, ich habe die deutsche Kultur und den Alltag besser kennengelernt."

 

 Förderlinie Postgraduiertenförderung

Aus dem Abschlussbericht einer Studentin aus Tschechien aus dem Jahr 2015

"Die Förderung von der Hermann-Niermann-Stiftung und der Studienbörse Germanistik konnte ich mein Masterstudium im Fach Germanistik als Fremdsprachenphilologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg absolvieren, was ohne diese nicht möglich wäre.
Während meines Studiums erwarb ich im Rahmen des Studiums wertvolle Kenntnisse im Bereich der Sprach- und Literaturwissenschaft, der Geschichte und der Europäischen Ethnologie/Volkskunde. Dem zuletzt genannten Bereich bin ich in Würzburg zum ersten Mal begegnet. Es war eine interessante Erfahrung, weil sich die Denkweise in diesem Fach von der Denkweise der Sprach- und Literaturwissenschaft unterscheidet.
Weiter verbesserten sich meine Sprachfertigkeiten und -fähigkeiten, auch dank den Kursen im Zentrum für Sprachen.
Die Universität in Würzburg hat ein großes und interessantes Angebot von Veranstaltungen, aus den sich die Studierenden immer reichlich auswählen können, welche davon sie besuchen werden.
Meine Abschlussarbeit schreibe ich in der Literaturwissenschaft und ich schätze sehr den Bestand der zentralen Bibliothek und den Teilbibliotheken der Universität Würzburg. Während des Studiums wurde ich sehr gut auf das Schreiben der Abschlussarbeit vorbereitet dadurch, dass wir in manchen Seminaren eine andere Art von wissenschaftlichen Arbeiten schreiben mussten, und zwar die Haus- bzw. die Seminararbeiten. […]

Neben verschiedenen Nationalitäten und Kulturen konnte ich besser die deutsche Kultur mit einigen ihren Nuancen kennenlernen, wie z.B. der fränkischen, der schwäbischen oder der friesischen."

 

Förderlinie Promotionsstudien

Aus Abschlussbericht einer Doktorandin aus Bosnien-Herzegowina aus dem Jahr 2016

"In der Bibliothek der Universität konnte ich alle für meine Arbeit relevanten Werke, Artikel und Forschungsarbeiten finden und hatte auch die Gelegenheit im Lesesaal der Bibliothek in Ruhe und in angenehmer Atmosphäre zu arbeiten. […]

Ich konnte am Ende des Semesters und auch zum Abschluss meines Aufenthaltes auch am Doktorandenkolloquium teilnehmen, was eine gute Gelegenheit war, meine Arbeit vorzustellen und die hilfreichen Ratschläge sowohl der Professoren als auch der Kolleginnen und Kollegen zu hören.
Der Aufenthalt in Würzburg war sehr gut organisiert und die Abteilung war mir bei allen notwendigen Sachen, wie z. B.  Suche nach einer Wohnung im Gästehaus der Julius-Maximilians-Universität oder Hilfe bei der Einschreibung und Beschaffung eines Bibliotheksausweises behilflich.
Da ich zum Anfang des Semesters da war, konnte ich die Gelegenheit nutzen und mich auch für interessante Haupt- und Oberseminare anmelden, was eine schöne Abwechslung zu meiner Forschungsarbeit war und auch eine gute Gelegenheit, sowohl die Arbeitsweise der Dozenten in Würzburg als auch Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen.
Alles in allem war meine Zeit in Würzburg sehr erfolgreich, abwechslungsreich und nützlich. Ich kann sowohl die Julians-Maximilians-Universität als auch das schöne und besonders im Sommer sehr lebhafte Würzburg weiterempfehlen."

 

Aus dem Abschlussbericht einer Doktorandin aus Tschechien aus dem Jahr 2014

"Ich war beeindruckt, als ich zum ersten Mal die Würzburger Universitätsbibliothek besucht habe. Besonders hier habe ich meine Zeit verbracht, um meine wissenschaftliche Neugier zu befriedigen. Das Angebot und die Auswahl der Primär und Sekundär Literatur, die mir zu meinem Thema zur Verfügung stand, finde ich atemberaubend. […]

Zum Schluss kann ich ohne Zweifel sagen, dass mir das Stipendium hervorragende Bedingungen geboten hat, um fast alle meine Wünsche und Ziele zu erfüllen und zu erreichen. Die sechs an der Julius Maximilians Universität Würzburg verbrachten Monate schätze ich als die produktivste und erfolgreichste Zeit, sowohl in meinem studentischen und linguistischen, wie auch in meinem persönlichen Leben. Ich werde mich mit der Stadt wie auch mit dem ganzen Uni-Campus nur mit schwerem Herzen verabschieden und gerne an diese schönen Erlebnissen erinnern. Im Zusammenhang mit meiner Dissertation nehmen ich viele hilfreiche und gewinnbringende Denkanstoße und Anregungen, sowie zahlreiche Materialien und Literaturquellen mit. Schließlich würde ich allen Germanistik-Studenten empfehlen, die Gelegenheit zum Studium in Würzburg ohne Zögern zu ergreifen."

 

Förderlinie Habilitationsvorhaben

Aus dem Bericht eines Habilitanden aus der Slowakei/Ungarn aus dem Jahr 2016

"Gearbeitet habe ich in erster Linie in der ausgezeichnet ausgestatteten Uni-Bibliothek am Hubland sowie in meiner Einsamkeit zu Hause. In der Bibliothek war es einerseits das vielfältige Angebot an Fachliteratur, die ich in meiner Arbeit verwenden konnte. Die Mehrheit der gesuchten Bücher habe ich an Ort und Stelle gefunden, evtl. fehlende Werke wurden mir per Fernleihe zugesandt. Die größte Leistung der Bibliothek sehe ich persönlich in dem besonders hohen Maß an Digitalisierung. Elektronische Bücher in der Menge sowie die zur Verfügung gestellten elektronischen Zeitungs- und Zeitschriftenarchive waren für mich die größte Hilfe. Das Untersuchungsmaterial konnte ich somit wesentlich schneller aufsammeln, wobei auch die Handhabung der Texte in elektronischer Form meine Arbeit erheblich erleichter hat. Es war für mich eine weitere große Freude, dass beide deutsche Zeitungen, die ich als Ressource von Pressetexten verwenden wollte (Frankfurter Allgemeine Zeitung; Süddeutsche Zeitung), meinen Antrag bewilligt haben, um die in den jeweiligen Zeitungen veröffentlichten Artikel für Forschungszwecke kostenlos verwenden zu dürfen. […]

Da ich als Habilitand mit einem Habilitationsstipendium einen Forschungsaufenthalt an der JMU absolvierte, hatte ich weniger Verpflichtungen als Studierende mit einem Studienstipendium. Dadurch war ich wesentlich flexibler, auf das Treffen mit den weiteren Stipendiaten habe ich jedoch nicht verzichtet. Gute Möglichkeit dazu boten die regelmäßigen Stipendiatenwerkstätte. Da hatten alle die Möglichkeit, sich selbst bzw. die eigene Arbeit zu präsentieren und auch dadurch Kontakte zu knüpfen. Während der 11 Monate in Würzburg hatte ich die Chance, an zwei Werkstätten teilzunehmen – an beiden Veranstaltungen erfuhr ich manche neuen Kenntnisse aus verschiedenen Bereichen der germanistischen Sprach- und Literaturwissenschaft. Das breite Spektrum der Gaststudenten war für mich zugleich ein Beweis, in wie vielen Ländern Europas die Germanistik zu Hause ist. Auf der anderen Seite war es für mich weniger erfreulich, dass meine engere Heimat – die Slowakei und Ungarn – unter den Stipendiaten nur minimal vertreten ist. Im Falle der Slowakei liegt die Ursache wohl auch darin, dass die deutsche Sprache als Fremdsprache seit einigen Jahren nur als zweite oder dritte Sprache unterrichtet wird, wodurch das Interesse für das Deutsche rapide sinkt. Diese Situation ist umso weniger verständlich, wenn man weiß, dass die deutschsprachigen Länder, insbesondere die Bundesrepublik in der Slowakei u.a. durch große Unternehmen (VW) sowie durch die gemeinsamen historischen Traditionen eine besonders starke Vertretung hat. Auch aus diesem Grund bemühe ich persönlich, an meiner Heimuniversität die besonders talentierten Studierenden auch auf die Weise zu unterstützen, dass ich sie z.B. auf Stipendienmöglichkeiten wie die Studienbörse Germanistik aufmerksam mache."